Love-Scam Methode

Bei der sog. „love-Scam“ Methode, die häufig auf Dating- Plattformen angewandt wird, nutzt der Täter die Gutgläubigkeit des Opfers aus. Der Täter gibt während der gesamten Kommunikation eine erfundene Identität sowie eine ausgedachte Lebensgeschichte an. In dem dann vermeintlich entstandenen Vertrauensverhältnis spielt der Täter einen dringenden Geldbedarf vor. Das Opfer soll ihm dann die erwünschte(n) Zahlung(en) über einen Dritten zukommen lassen. Ist dies einmal oder mehrmals geschehen, bricht der Täter den Kontakt ab und taucht für das Opfer nicht rückverfolgbar ab.

Diese Methode erfüllt den Tatbestand des Betrugs nach §263 StGB. Zu berücksichtigen ist auch, dass ein in solchem Fall genutztes Bankkonto Gegenstand einer Geldwäsche sein kann.

Quelle:

  • BayObLG, 04.04.24, 203 StRR 104/24

Hinweis: Der Artikel stammt vom 05.06.2024. Durch Zeitablauf kann sich die Rechtslage geändert haben. Aufgrund der verkürzten Darstellung ist eine umfassende Erörterung der jeweiligen Sach- und Rechtslage hier nicht möglich. Der Text kann eine professionelle Beratung durch einen Fachanwalt für Verkehrs– und Strafrecht nicht ersetzen.

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