Strafrecht Anwalt in Essen
Ihr Fachanwalt für Straf- und Verkehrsrecht in NRW :

Ganz egal, ob als Beschuldigter angeklagt, vorgeladen oder bei Verdacht einer bevorstehenden Anklage. Ich berate und vertreten Sie rund um das Strafrecht!

Das Strafrecht umfasst grundsätzlich jene Rechtsnormen, die verboten sind und mit einer Strafe geahndet werden. Darunter fallen Dinge wie Totschlag, Mord, Körperverletzung, Betrug, Beförderungserschleichung, Steuerhinterziehung, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, aber auch die Beleidigung. In diesen und noch vielen weiteren Straftaten berate und vertrete ich Sie, als Ihr Fachanwalt für Strafrecht bundesweit, seriös und kompetent.

Was wird Ihnen vorgeworfen?

Mord: die Tötung eines anderen Menschen, wobei der Täter eine besonders verwerfliche Gesinnung aufweist oder die Tat als solche besonders verwerflich ist

Totschlag: die Tötung eines anderen Menschen

Raub: die Gewaltanwendung oder Drohung gegenüber einer anderen Person, um eine fremde Sache wegzunehmen

Körperverletzung: die Verletzung des Körpers und der physischen sowie der psychischen Gesundheit eines anderen

Betrug: das Täuschen über falsche Tatsachen um sich selbst zu bereichern, wodurch das Vermögen eines anderen geschädigt wird

Beförderungserschleichung: das Erschleichen der Beförderung durch Verkehrsmittel ohne das Entgelt dafür zu entrichten

Beleidigung: das Tätigen von herabwürdigenden Aussagen bezüglich einer anderen Person

Steuerhinterziehung: unvollständige Angaben oder Schweigen bezüglich steuererheblicher Tatsachen gegenüber den Finanzbehörden

Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz: z.B. der Anbau, das Herstellen oder der Besitz von Betäubungsmitteln

Ab wann ist jemand schuldunfähig bzw. nur vermindert schuldfähig?

Die Schuldunfähigkeit führt zur Straflosigkeit.
Schuldunfähig ist derjenige, der nicht die Fähigkeit hat, das Unrecht seiner Tat einzusehen und sein Verhalten deswegen nicht darauf abstimmen kann. Dazu zählen zum einen Kinder unter 14 Jahren und zum anderen Personen, die an einer krankhaften seelischen Störung, einer tiefgreifenden Bewusstseinsstörung u. Ä. leiden. Eine tiefgreifende Bewusstseinsstörung kann zum Beispiel in einem alkohol- oder drogenbedingten Rauschzustand vorliegen.
Bei einem Fall der verminderten Schuldfähigkeit tritt zwar keine Straflosigkeit ein, die Strafe kann aber gemildert werden. Das ist auch eine der Aufgaben vom Strafrecht.
Jemand ist nur vermindert schuldfähig, wenn er zum Beispiel einen Blutalkoholwert zwischen 2 ‰ und 3 ‰ aufweist.

Was bedeutet eine Bewährungsstrafe?

Die Aussetzung einer Strafe zur Bewährung bedeutet, dass der Verurteilte seine Strafe nicht in der Justizvollzugsanstalt ableisten muss, sondern dass er sein Leben in Freiheit fortsetzen kann. Diese Entscheidung kann allerdings widerrufen werden, wenn der Verurteilte zum Beispiel innerhalb der Bewährungszeit wieder straffällig wird.
Die Möglichkeit eine Bewährungsstrafe zu bekommen besteht nur bei Freiheitsstrafen von bis zu 2 Jahren. Allerdings liegt es im Ermessen des Richters, ob eine Freiheitsstrafe zur Bewährung ausgesetzt wird oder nicht. Der Richter wägt ab, ob der Täter in der Zukunft weitere Straftaten begehen wird oder nicht. In diese Abwägung bezieht der Richter die Umstände der Tat, die Vorstrafen des Täters und dessen Persönlichkeitsbild mit ein.
Die Bewährungszeit beträgt zwischen 2 und 5 Jahren. Die kann grundsätzlich auch nachträglich durch das Gericht verlängert werden. In dieser Zeit wird der Verurteilte weiterhin durch die staatlichen Stellen überprüft, insbesondere ob er sich an Auflagen und Weisungen gehalten hat und ob er sich nicht wieder strafbar gemacht hat.
Solche Auflagen und Weisungen können zum Beispiel Meldeauflagen, Geldauflagen, oder die Anordnung einen bestimmten Ort nicht aufzusuchen sein.

Was ist unter dem Maßregelvollzug zu verstehen?

Der Maßregelvollzug beschreibt die Unterbringung des Täters in einer forensisch-psychiatrischen Klinik. Das Gericht ordnet eine solche Unterbringung an, wenn der Täter aufgrund psychischer oder Suchterkrankungen das Unrecht seiner Straftat nicht einsehen konnte. Dies ist in der Regel der Fall, wenn der Täter schuldunfähig oder ggf. nur vermindert schuldfähig ist.
Ziel des Maßregelvollzugs ist es, dass die untergebrachten Personen soweit wie möglich geheilt werden oder ihr Zustand zumindest soweit gebessert wird, dass die jeweilige Person nicht mehr gefährlich ist.
Im Unterschied zum allgemeinen Strafvollzug – also der Unterbringung in einer allgemeinen Justizvollzugsanstalt – richtet sich die Dauer der Unterbringung nach dem Stand der Behandlung. Im allgemeinen Strafvollzug ist die abzuleistende Freiheitsstrafe immer befristet. Die Fortdauer der Unterbringung im Maßregelvollzug wird jedoch regelmäßig geprüft.

Was ist der offene Vollzug?

Der offene Vollzug stellt neben dem geschlossenen Vollzug eine Art der Freiheitsstrafe dar. Im Gegensatz zum geschlossenen Vollzug werden hier nur geminderte Vorkehrungen gegen die Entweichung der Insassen getroffen. Daher müssen die Insassen sich freiwillig dem System des offenen Vollzugs unterordnen.
In der Regel bedeutet dies, dass der Insasse tagsüber das Gefängnis verlassen kann, um so seiner Arbeit weiter nachzugehen. Danach muss er aber sofort in die Haftanstalt zurückkehren. Es besteht zudem die Möglichkeit Ausgang oder Urlaub zu beantragen.

Was bedeutet die Einstellung des Verfahrens im Strafrecht?

Das Gericht oder die Staatsanwaltschaft können das Verfahren gegen eine Person unter bestimmten Umständen einstellen. Das heißt, dass es nicht zu einer Verurteilung kommt.
Dies kann z.B. der Fall sein, wenn die Schuld des Täters nur als gering anzusehen ist und kein besonderes öffentliches Interesse an der Verfolgung besteht. Das bedeutet, dass der Täter zwar die vorgeworfene Straftat begangen hat, die Folgen der Straftat stellen aber nur eine Bagatelle dar.
In einem anderen Fall kann von einer Verurteilung des Betroffenen abgesehen werden, auch wenn ein besonderes öffentliches Interesse an der Verfolgung gegeben ist. Dem Betroffenen werden aber Auflagen oder Weisungen auferlegt. Dies können zum Beispiel Geldzahlungen oder gemeinnützige Arbeiten sein. Falls die Auflagen oder Weisungen nicht erfüllt werden, kann die nur vorläufige Einstellung des Verfahrens aber auch widerrufen werden.